Montag, 22. Februar 2016

[Elfen vs. Vampire] 1. Szene

Hallo zusammen!

Einige von euch haben es vielleicht schon mitbekommen. Es ist ein Kampf ausgebrochen. Ein Kampf zwischen Elfen und Vampire. Ich habe mich selbstverständlich ganz klar entschieden! Vampire sind das einzig Wahre! Was wollen die läppischen, zierlichen Elfen mit ihrem kleinen Naturtricks und funkel Magie gegen Vampire ausrichten? Genau! Nichts!

Dieses Duell begründet sich auf das Zusammentreffen zweier Autorinnen und ihrer Bücher. Caroline Brinkmann und Sandra Florean. Was passiert wenn zwei so verschiedene Welten aufeinanderb prallen könnt ihr in dieser Kurzgeschichte sehen. Bald folgt Part 2. Viel Spaß!

P.S.: Immer diese tollpatschigen Elfen !!!!

Im Blumenladen

Ich schaltete den Motor aus und sah auf die Uhr. „Acht Minuten schneller als sonst!“
James tastete mit zittrigen Händen nach seinem Sicherheitsgurt. „Ich bin begeistert,Sir.“
Ich drehte mich zu ihm um. Er war ein bisschen grün um die Nase.
„Höre ich da Zynismus, James?“, fragte ich.
„Keineswegs, Sir. Keineswegs. Ich möchte jedoch darum bitten, die Rückfahrt selbst zu übernehmen. Wenn es Ihnen nichts ausmacht. Sir.“
Lachend stieg ich aus. James folgte meinem Beispiel mit sehr bedachten Bewegungen.
„Wie Sie wollen, James.“
Wir fuhren mit dem Lift aus der Tiefgarage hinauf ins Einkaufszentrum und ließen uns schweigend von der scheußlichen Kaufhausmusik berieseln. Manchmal fragte ich mich, nach welchen Kriterien diese Titel ausgesucht wurden. Und von wem. Meine Großmutter würde schwungvollere Musik hören, würde sie noch leben!
„Ich möchte auch noch in den neuen Blumenladen und Louisa einen Strauß kaufen“, sagte ich, als wir der Todesmusik entkommen waren.
James Übelkeit schien überstanden, und er nickte leicht mit dem Kopf. Es war das erste Mal, dass mein Butler und ich zusammen einkauften, und ich wurde den Eindruck nicht los, dass er nicht ganz so viel Freude daran hatte wie ich. Dabei fand ich es sehr lehrreich, ihn dabei zu beobachten, wie er fachmännisch Lebensmittel einkaufte, von denen ich noch nie zuvor gehört hatte.
Der Blumenladen war bis auf zwei weitere Kunden leer. Wobei ich diese Kundschaft nicht als solche betitelt hätte.
„Elfen“, zischte ich James zu und beobachtete die beiden feingliedrigen Gestalten, wie sie sich alles aufmerksam ansahen und dabei dümmlich grinsten.
Ich mochte Elfen nicht. Sie waren ein albernes, kindisches Volk, das keine Minute stillhalten konnte, alles an grabbelte und laufend bescheuerte Lieder sang. Zappelnd und kichernd kamen sie näher, und ich räusperte mich vernehmlich, da der kleine Floristenladen kaum genug Platz zum Ausweichen bot.
„Aufgepasst! Ich muss doch sehr bitten. Hier gibt es noch andere Kunden. Kunden, die auch bereit sind, etwas zu kaufen. Verfluchtes Elfenpack." Ich trat hastig einen Schritt zurück und strich mir den Anzug glatt.
„Alles in Ordnung, Sir?“, fragte James.
Ich nickte missgestimmt auf die beiden Gestalten. „Sie haben sogar eine Katze dabei. Ist das zu fassen?“
„Na super. Auch das noch. Der Tag wird immer besser“, grummelte der Elf mit dem grünen Mantel. Vielleicht war es auch ein Mädchen, so genau kann man das bei den Elfen immer nicht erkennen.
„Wenn wir dich stören, dann geh halt woanders glitzern, Mister Reißzahn", rief mir das andere Elfenwesen frech zu.
„Amber liebt fluffige, puffelige Pflanze." Das war die Katze. Dieses sonderbare Elfenvolk hatte sogar sprechende Katzen? Das wurde ja immer schöner!
„Mister Reißzahn?“, knurrte ich. „Ich hör wohl nicht richtig. Verschwindet zurück in euren Wald. Oder gibt es da keine Blumen mehr? Habt sie schon alle aufgegessen, was?"
„Oh, da hat jemand Zitronen zum Frühstück gegessen..." Das dunkelhaarige Elfenwesen verschränkte die Arme.
„Vampire essen keine Zitronen. Vampire trinken Blut", sagte die Katze.
„Ja und bestimmt kein Tierblut."
„Vampire nämlich auch Vegetarier." Die Katze nickte
„Wir sollten gehen." Der Elf in dem grünen Mantel machte Anstalten, den anderen wegzuziehen, doch er oder sie dachte nicht an Rückzug. „Das Bleichgesicht sollte gehen." Es schob die Unterlippe vor. Störrisch wie ein Esel. Die wussten wohl nicht, was gut für sie ist.
Ich schnaubte. „Ich werde nirgendwo hingehen. Das hier ist meine Stadt. Mein Zuhause! Verschwindet zurück in euren Wald und tanzt eure Namen oder was ihr sonst so zu tun habt."
James räuspert sich. „Ich an Ihrer Stelle würde tun, was Mister Fitzgerald sagt."
„Geht's noch? Hab ihr nicht was besseres zu tun, Mister Das-ist-meine-Stadt? Jungfrauen reißen, oder so?"
Ich starrte die frechen Elfe wütend an und ließ sie eine Dosis meiner Todeswelle spüren.
„Lass gut sein, Lani", mahnte der Blonde mit dem Umhang. "Aber die glitzernde Charmeur- Leiche hat angefangen."
Maulend und murrend wie kleine Kinder verließen sie den Laden, und ich drehte mich weg. Verdammtes Elfenpack. Konnte einem den ganzen Tag vermiesen!
Ich beugte mich vertraulich zu der jungen Verkäuferin. „Sie sollten diese Individuen nicht in Ihrem Laden herumlungern lassen. Sie verschrecken die Kundschaft und kaufen ja doch nichts. Schönen Tag noch.“
(c) Sandra Florean - Nachtahn-Reihe

Kommentare

  1. Was heißt hier tollpatschig? Elfen sind etwas sehr graziles und elegantes :D da gibt es kein tollpatschig :D

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    1. Als ob anrempeln nicht tollpatschig wäre^^

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  2. Vielen Dank fürs Mitmachen und ich bin da voll bei Dir. Vampire sind das einzig Wahre! :D

    Vampirische Grüße
    Sandra

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  3. Tollpatschig? Wir Elfen sind bewegungsflexibel :)

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Maira Gall