Freitag, 2. Januar 2015

Der Antichrist





Autor/in: Friedrich Nietzsche
Verlag: Nikol
Genre: Klassiker
Erscheinungsdatum: Januar 2008 (Diese Ausgabe)
Seitenanzahl: 144 Seiten
ISBN-10: 3937872736
Ausgabe: gebunden
Preis: € 4,95 [D]
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»Diese ewige Anklage des Christentums will ich an alle Wände schreiben, wo es nur Wände gibt – ich habe Buchstaben, um auch Blinde sehend zu machen ...« Nietzsches Auseinandersetzung mit der Religion und seine polemisch vorgetragene Kritik am Christentum mündet schließlich in eine Kritik an seiner Zeit. Der Antichrist ist eines von Nietzsches Spätwerken, welches (in wenigen Wochen) 1888 niedergeschrieben wurde. Dieses an sich kleine Büchlein beinhaltet unglaublich viel. Es verlangt dem Leser allerdings auch Einiges ab und sei es nur mit der Kraft der Polemik Nietzsches umzugehen. Man kann den Antichristen auf viele Weisen lesen, man kann vieles überlesen, daher erfordert das Buch auch große Wachsamkeit. Es ist unglaublich anregend, man kann vieles über sich selbst lernen, über das Christentum und die Kirche. Nietzsche selbst wuchs als Pfarrerssohn auf und sollte eigentlich die theologischen Gewänder seines Vaters ausfüllen, der sehr früh verstarb. Daher erlebt man auch den ernsthaften Versuch einer Kritik an den Religionen. Große Theologen haben das Buch als hilfreich verstanden und dankbar angenommen, was sicher nicht die schlechteste Art ist mit dieser Schrift umzugehen. Bewundernswert ist, neben dem kritischen Geiste, auch die sprachliche Brillanz, die man in Nietzsches Schriften fi nden kann. Ist der Leser kritisch genug und Liebhaber wundervoller Sprache, so wird er durch dieses Büchlein auf beeindruckende Weise bereichert.

Meine Meinung:

Nietzsche ist, wie ich finde, für den momentanen Stand der Sprache schon wirklich eine Herausforderung ihn zu lesen. Es war teilweise echt schwer und man musste sich bei diesen riesen Sätzen wirklich konzentrieren. Ich muss auch wirklich sagen, dass ich nur die Hälfte des Buches verstanden haben. Zum Teil aufgrund der Sprache zum Teil, weil er "aktuelle" Geschehnisse und Beispiele brachte, die mir jedoch nach über 100 Jahren einfach nicht mehr bekannt sind. Ich müsste schon das Buch analysieren und mehrmals lesen um es vollends zu verstehen. Jedoch fand ich, dass in dem Buch wirklich gute Ansätze drin waren. In mancher Hinsicht ist er zwar sehr radikal und übertreibt, aber bei einigen Sachen trifft er den Nagel auch einfach auf den Kopf. Besonders seine Denkweise über den Buddhismus gefiel mir und ich kann ihm da nur zustimmen.
Von den Klassikern, würde ich sagen, ist es eher eines der schwereren Sorte, aber trotzdem interessant.

Fazit: Recht interessant, aber auch anstrengend.

Bewertung:






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Maira Gall