Mittwoch, 29. Oktober 2014

Atemnot





Autor/in: Ilsa J. Bick
Verlag: Egmont INK
Genre: Drama
Erscheinungsdatum: 04.09.2014
Seitenanzahl: 352 Seiten
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 14,99 [D]
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Es gibt Geschichten, in denen das Mädchen seinen Prinzen findet, und sie lebten glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende. So eine Geschichte ist das hier nicht. Jenna Lords Leben verlief bisher nicht gerade wie im Märchen. Ihr Vater ist ein kontrollbesessener Neurotiker und ihre Mutter Alkoholikerin. Früher war ihr älterer Bruder ihr einziger Halt, doch jetzt ist er im Irak stationiert. Und vor einigen Jahren wäre Jenna beinah bei einem Hausbrand ums Leben gekommen. Es gibt Geschichten, in denen das Monster das Mädchen umbringt und alle um das unschuldige Opfer trauern. So eine Geschichte ist das hier auch nicht. Mitch Anderson hat viele Qualitäten: Er ist ein engagierter Lehrer und Lauftrainer. Ein liebevoller Ehemann. Ein Mann mit einer ziemlichen … Anziehungskraft. Und dann gibt es noch die Geschichten, bei denen man schwer sagen kann, wer der Prinz und wer das Monster ist, wer das Opfer und wer es verdient, bis an sein Lebensende glücklich und zufrieden zu leben. Diese Geschichten sind die besten.

Meine Meinung:

Bei diesem Buch hatte ich irgendwie keine großen Erwartungen. Überall gingen die Meinungen auseinander und deswegen war ich recht neugierig und wollte selbst wissen wie es ist. Ich konnte mir so gar nichts drunter vorstellen. Ich habe einfach nur ein "krasses" Buch erwartet, so wie ich es von der Autorin gewöhnt bin.
Naja,was soll ich sagen... Ich bin mir gar nicht so sicher wie ich es finde. Einerseits ging mir das Buch gegen den Strich, aber andererseits war es so spannend das ich es nicht weg legen konnte. Ich versuche mal euch das zu erklären.
In diesem Buch geht es um Jenna und was ihr alles im Leben so wiederfährt. Sie musste schon einiges durch machen und es kommt immer mehr dazu und immer mehr ans Licht. Und ganz ehrlich das hat mich echt gestört. Stellt euch sämtliche "gängige" schlimme Sachen vor die einem passieren können - Jenna hat sie erlebt und das teilweise mehrmals. Absolut realistisch und so gar nicht überdramatisiert.-.-
Natürlich wird sie nicht nur einmal von wem belästigt, nein, natürlich von mehreren. Ich fand das einfach total übertrieben, besonders Jenna interessiert es zum Teil gar nicht. "Oh, ich wurde gerade fast vergewaltigt. Mhm... passiert." Irgendwie total widersprüchlich. Auch zum Beispiel die Sache mit Jenna´s Mutter hat mich unglaublich aufgeregt! Sie ist Alkoholikerin. Alkoholiker weil sie sich nach einem Streit mit ihrem Mann ein bisschen betrinkt? Also bitte das fand ich gerade zu beleidigend! Das ist definitiv keine Alkoholikerin.
Mich störte nicht nur dieses überdramatisieren, sondern auch dieses ständige andeuten und in der Luft schweben. Es wird soooo viel angedeutet! Manches kommt irgendwann raus, manches wird nur angedeutet. Und auch am Ende. Es wurde quasi mitten drin beendet. Ich habe ungefähr noch 1000 Fragen. Es war bestimmt so beabsichtigt, aber ich hasse es wenn man die ganze Geschichte immer wieder Passagen hat die man nicht voll und ganz versteht nur weil die Autorin meint einen auf Geheimnisvoll zu machen. Und am Ende wird dann eh nichts gelöst und endet mit nem Cliffhanger.
Es hat mich die ganze Zeit so aufgeregt!
Die Art wie es erzählt wird, als Aufnahmen auf einem Diktiergerät gefiel mir sehr gut und fand ich echt super. Es war auch echt interessant und schön geschrieben. Wie gesagt ich konnte es einfach nicht weglegen, weil ich wissen wollte wie es weiter geht. Manche Sachen waren auch leicht vorhersehbar, aber ich wollte trotzdem wissen, ob ich Recht habe.
Zusammenfassend kann man sagen, dass es spannend und gut zu lesen war, aber einfach absolut übertrieben ist, wodurch es seine Glaubwürdigkeit verliert und den Leser einfach unzufrieden zurück lässt.

Fazit: Spannend, aber inhaltlich starke Schwächen.

Bewertung: 






Kommentare

  1. Hey Jana,
    oh das ist aber schade. Ich freue mich eigentlich schon sehr auf das Buch, aber jetzt bin ich mir nicht mehr so sicher....
    Liebe Grüße,
    Fiorella

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    1. Hey!

      Ich war auch voll gespannt auf das Buch. Es war ja an sich nicht schlecht, aber mich hat so vieles aufgeregt und es war so übertrieben überdramatisiert und teilweise echt nicht realistisch. Ich mein wenn man von manchen Sachen keine Ahnung hat sollte man nicht darüber schreiben. Naja, ich würde sagen gib ihm eine Chance, bei dem Buch gehen die Meinungen voll auseinander und ich bin irgendwie aufm Kriegspfad diese Woche mit "gehypten" Büchern siehe Blind Walk xD

      Liebe Grüße

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Maira Gall